Montag, 23. März 2009

Rückblick Auswärtssieg in Cottbus



Gott sei Dank!

Nach zwei Niederlagen in Folge und kollektiver Fastpanik hat sich der FC wieder Luft verschafft.

NovaGol hat sich nach zuletzt 5 Spielen ohne Treffer mit seinem Doppelpack eindrucksvoll zurückgemeldet.

Anfangs jedoch sah es alles andere als gut aus:
Vor 15 650 Zuschauern waren die Lausitzer von Beginn an das überlegene und offensiv deutlich engagiertere Team. Köln ließ die Cottbuser vor allem im Mittelfeld lange ungestört kombinieren.

Erst nach einer halben Stunde wagte sich der FC nach vorne und verbuchte die erste und einzige Torchance in Durchgang eins: Marvin Matip versuchte es im Anschluss an einen Eckball aus knapp 25 Metern, doch Gerhard Tremmel im Cottbuser Kasten war zur Stelle.

Matip war es auch der mit 2 Haarsträubenden Aktionen in der Kölner Defensive unseren Puls auf Kampfjet-Piloten-Niveau beschleunigte.

Soviel zu Hälfte 1.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber schwungvoller aus der Kabine, ehe NovaGol den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Zunächst ließ Energie-Schlussmann Tremmel einen Fernschuss von Petit nach vorne abprallen, uns Nova reagierte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Nur vier Minuten später stand der Slowene erneut im Mittelpunkt: nach einem Trikot-Zupfer von Cagdas Atan an Nova gab der Unparteiische Elfmeter, der Gefoulte trat selbst an und verwandelte, wie man es von ihm kennt, eiskalt.

Danach rannten die Lausitzer an, meist allerdings zu ideenlos und was gefährlich war entschärfte der erneut sicher agierende Mondy.

Das Kölsch konnte bei uns jetzt ( nach 2 Niederlagen zuvor ) endlich wieder schmecken :-)

Fazit:
Der FC hat einen Riesenschritt richtung Klassenerhalt getan.
Nicht mehr - aber auch ganz sicher nicht weniger.

R.

Allwayz Ultra !?


Ultras

Gewalt als Event

Ultras schwören ihrem Verein ewige Liebe. Manche von ihnen gehen inzwischen aber lieber auf Raubzüge und verhalten sich wie Gangs.

Februar 2009, Bützow. Montagnachmittag, 30 Kilometer vor Rostock. Im Intercity 2116, Wagen 7, sitzen zwölf junge Fans des SC Freiburg auf dem Weg zum Zweitliga-Auswärtsspiel bei Hansa. Der Zug hält um 16.50 Uhr auf Gleis 2 in Bützow, die Tür öffnet sich piepend, 15 Vermummte greifen gezielt Wagen 7 an. Sie wissen, wo die Freiburger sitzen. Die Angreifer fordern die Fanschals von den Freiburgern, dann stehlen sie Taschen, Rucksäcke und Kreditkarten. Nach wenigen Sekunden springen die Täter schon wieder aus dem Zug, um 16.51 Uhr ist der Spuk vorbei.



Szenen wie diese spielen sich in Deutschland immer häufiger ab. Gezielt, geplant, organisiert und zum Teil mit Waffen greifen Gruppen Jugendlicher andere Fußballfans an; auch Unbeteiligte kommen zu Schaden. „Das hat eine andere Qualität“, sagt Matthias Menge von der Bundespolizei in Bad Bramstedt, die den Bützower Angriff untersucht. Von einer „neuen Dimension“ spricht Fanforscher Gunter A. Pilz von der Universität Hannover. „Gang-typisch“ seien die Überfälle: „Es gibt immer mehr junge Menschen, für die Fußball zum Gewalt-Event wird. Das nimmt schon fast dramatische Züge an.“ Vor drei Jahren stellte Pilz eine Studie vor, in der er den Begriff des „Hooltras“ einführte. Seine These: In den weitgehend friedlichen Ultra-Gruppen der Fußballvereine entstehen verstärkt gewaltbereite Teilgruppen. „Wir haben dafür viel Kritik einstecken müssen“, sagt Pilz. Heute sieht er sich bestätigt: Es sei genau das eingetreten, was er vorausgesagt habe.



Oktober 2008, Mönchengladbach. 800 Fans des 1. FC Köln werden in Bussen zum Stadion gefahren. Ein halbes Jahr zuvor sollen die Kölner die Zaunfahne der Ultras Mönchengladbach („UMG“) aus deren Vereinsheim gestohlen haben. In Fankreisen ahnt man: Das gibt Ärger. An einer Kreuzung knallt es, Leuchtraketen fliegen auf die Kölner Busse. Die Kölner schlagen die Scheiben aus ihren Bussen, die Gladbacher rennen davon.



Seit vor rund zehn Jahren die ersten Ultras in deutschen Stadien auftauchten, stehen sie im Wettstreit miteinander. Wer singt lauter? Leidenschaftlicher? Kreativer? Wer denkt sich die ausgefallenste Choreographie aus? In den vergangenen zwei bis drei Jahren beobachtet Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte in Frankfurt, wie sich dieser Wettstreit in den Bereich außerhalb der Stadien verlagert. „Das Stehlen von Fahnen oder Schals wird von einem Teil der Ultra-Szene als Bestandteil seiner Fankultur angesehen“, sagt Gabriel. Diese Übergriffe werden organisiert und geplant, Gewalt werde dabei in Kauf genommen. Sowohl Pilz als auch Gabriel legen Wert darauf, dass weite Teile der Szene friedlich sind. Die meisten Ultras „fühlen sich nach wie vor den Traditionen des Fußballs und ihres Klubs verpflichtet“, sagt Pilz. Mittlerweile ist aber zu beobachten, wie sich das Phänomen Ultras immer weiter vom Fußball entfernt und zu einer eigenständigen Jugendkultur wird. Die meist sehr jungen und fast immer männlichen Ultra-Neulinge kommen nicht über die Faszination für einen Verein oder die Sportart Fußball hinzu, sondern weil es cool ist, Ultra zu sein. Die oft einheitliche Kleidung, das Outlaw-Image, das weithin sichtbare Auftreten als Gruppe: All das spricht viele Jugendliche an. „Die Ultra-Szene ist in vielen Orten mittlerweile die bei weitem größte Jugend-Szene“, sagt Michael Gabriel.



Februar 2009, Hannover. Vermummt stürmen 30 Personen die Bar „Nordkurve“, wo das Bundesligaspiel von Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach übertragen wird. Die Angreifer bewerfen die Gäste der Kneipe mit Flaschen, Gläsern und Stühlen, dann fliehen sie. Wenig später wird eine Gruppe Jugendlicher von der Polizei überprüft. Es handelt sich um Anhänger des Drittligisten Eintracht Braunschweig. Anscheinend wollten sie in Hannover ein Hockeyspiel der Eintracht besuchen, beim Fußball haben viele von ihnen Stadionverbot. Der Überfall auf die „Nordkurve“ kann ihnen nicht nachgewiesen werden, weil sie von Zeugen nicht identifiziert werden können.



Grundstein des Ultra-Daseins ist die unbedingte Liebe und Hingabe an einen Fußballklub. Allerdings sinkt die Bedeutung des wirklichen Spiels in der Ultra-Bewegung, das sieht man jedes Wochenende im Stadion. „Das Interesse am Geschehen auf dem Platz ist weniger stark, die Sprechchöre sind vom Spielgeschehen abgekoppelt“, sagt Michael Gabriel. Fanforscher Pilz sieht in den Kurven sogar eine ähnliche Entwicklung wie in den Vip-Bereichen und auf den Ehrentribünen: „Der Tag im Stadion wird zum Event, das ärgerlicherweise von 90 Minuten Fußball unterbrochen wird. Es steht nicht mehr im Vordergrund, die Mannschaft zu unterstützen.“ Manche Gruppen besuchen gar keine Heimspiele mehr, sondern fahren nur zu Auswärtspartien. „So wird das Fußballwochenende zur Gewalttour“, sagt Pilz.



Oktober 2008, Lübeck. Rund 100 Fans von Holstein Kiel sind auf der Rückreise vom Drittliga-Spiel bei Hansa Rostock II, ihr Regionalexpress wird beim Zwischenstopp an der Lübecker Station St. Jürgen mit Steinen angegriffen. Auf dem Bahnsteig entsteht eine Schlägerei, ein Fan wird von einem Stein am Kopf getroffen und schwer verletzt. Mehrere Kieler fahren mit einem öffentlichen Bus weiter, der mit einer Stahlkugel beschossen wird. Am Hauptbahnhof kommt es zur Auseinandersetzung zwischen den Holstein-Fans und der Polizei. Mehrere Fans werden festgenommen, die Bundespolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Eingriff in den Bahnverkehr, Beleidigung und Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen. Gegen den unbekannten Schützen der Metallkugel ermittelt die Kriminalpolizei wegen versuchter Tötung.



Bei vielen Überfällen geht es nicht um sportliche Rivalität, sondern um die Verteidigung eines Territoriums. „Man verteidigt nicht mehr den Namen seines Klubs, sondern vielmehr die Ehre der Stadt“, sagt Michael Gabriel. Auch sonst sind Ultra-Fans für Nichteingeweihte kaum mehr als Fußball-Fans zu erkennen. Ihre Symbolik steht der GraffitiSzene oft weitaus näher als der vom Fußball bekannten Bildsprache. Viele Ultra-Gruppen betreiben eigene Vereinsheime, die für Vertreter und Fanbeauftragte des Klubs tabu sind. Für Jugendliche bieten sich dort viele Möglichkeiten, sich zu engagieren: Die Choreographien des kommenden Spiels müssen organisatorisch und künstlerisch vorbereitet werden. Es gibt aber auch Kinoabende, Münchener Ultras organisieren regelmäßig ein anti-rassistisches Fußballturnier, Schalker Ultras verkaufen Plätzchen auf dem Weihnachtsmarkt.



Mai 2007, bei Würzburg. Zwei Fanbusse der „Supporters“ des 1. FC Nürnberg parken auf einem Rasthof, als Ultras der „Schickeria“ des FC Bayern eintreffen. Die Frau des Nürnberger Busfahrers wird von einer auf den Bus geworfenen Flasche getroffen und erblindet fast. Konsequenz: Nicht nur die Täter, sondern alle 73 Münchner erhalten drei Jahre Stadionverbot. Im Stadion hängt nun bei jedem Spiel ein Banner: „Ausgesperrte immer bei uns“.



Alle Ultras verbindet ein großes Misstrauen gegenüber Autoritäten, besonders der Polizei. „Die Distanz zum Staat nimmt zu“, sagt Gabriel. Szenefahnder und Fanbeauftragte sind oft zu alt und verstehen die Sprache der Jugendlichen nicht mehr. Die Ultras seien einmal eine „positive Innovation“ in der Fanszene gewesen, sagt Gabriel. Die Vereine hätten das aber ignoriert und ihnen wenig Wertschätzung und viel Misstrauen entgegengebracht. Bei Stadionverboten und hartem Eingreifen der Polizei kommt es zu einem Solidaritätseffekt. Das macht es dem besonnenen Teil einer Gruppe schwer, sich von den Gewalttätern zu distanzieren. Gabriel setzt auf einen intensiveren Dialog mit den Ultras, um die Entwicklung der letzten Jahre zu stoppen. „Es muss eine Debatte geben: Welche Fankultur wollen wir?“, sagt Gabriel. „Ich bin überzeugt, dass die Ultra-Bewegung vom Fußball abhängig ist. Das Stadion ist immer noch zwingend notwendig – das ist die Chance.“

Quelle

Freitag, 20. März 2009

Begrüssung zum Derby...



Nein, ich werde es weder bewerten noch kommentieren ;-)

Rückblick Derbyschlappe vs. B.M'g


Letzten Samstag war's mal wieder soweit.

Alle fieberten dem Derby und Hassduell gegen die Ponys im heimischen Rhein-Energie-Stadion entgegen.

Nach dem 2-1 Hinrunden-Auswärtserfolg, dem Aussagekräftigen Tabellenplatz der Ost-Höllander sowie dem überzeugenden Auftritt des FC bei den Bayern hätten wir eigentlich zuversichtlich in die Schlacht gehen können.

Dagegen stand der klare Aufwärtstrend der Borussen sowie der Vorwöchige 4-1 Kantersieg selbiger gegen den Titelkandidaten HSV.

Irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl was auch noch durch die wenig überzeugenden Leistungen des FC in den vorigen Wochen noch verstärkt wurde...und so nahm das Unheil seinen Lauf!

Lachbach knüpfte nahtlos an die Leistung gegen Hamburg an. Die Verteidigung räumte alles ab und die schnellvorgetragenen Konter führten immer zu Konfusion in der Kölner Deckung.

So kam was kommen musste:
Mopedfahrer Marin legte nachdem er Brecko überlaufen hatte für Bradley auf und -ZACK- stand's 0-1!

Der erste Frust machte sich unter uns breit welcher sich noch potenzierte als kurz vor der Pause Matmour unseren Mondy umkurvte und zum 0-2 einschob....

In der zweiten Halbzeit präsentierte sich der FC ein wenig stärker und hatte bei einem Pfostenschuss von Pezzo zunächst Pech aber Brecko machte es dann kurz darauf besser und traf zum 1-2.

Jetzt war der Jubel natürlich gross und wir witterten die Chance das der FC die Kiste noch dreht und alles doch noch "irjendwie jot jeht"

Aber Pustekuchen:
Eine sehenswerte Kombination über Baumhännes und Stalteri verwertete Robert Freund zum 3:1.

Jetzt fuhr ich natürlich 8erbahn, Urwut stieg in mir auf und gedanklich wünschte ich mich rund ums Stadion um ein paar Bauern aufzuklatschen. Immer diese verf**** Gladbacher!

Aber dann die 82.Minute:
Erneut Brecko mit einem Rechtsschuss und -BUMM- 2-3!
Wieder kam Hoffnung auf aber 5 Minuten später kam die Schwalbe des Jahrhunderts und das Derby war entschieden 2-4.

Meiner Meinung nach müsste der "Fussbaler" Gal Alberman für diese "neue Dimension" der Schwalbe 4 Spiele oder mehr gesperrt werden!!!!

Der einzige der sich von uns an diesem Tag freuen konnte war ein Kumpel ( foto ) der beim Toto genau 2-4 getippt hatte.
Das Problem war nur das er seine Freude darüber offen nach Abpfiff laut kundtat :-)

Tja, sowas nenne ich einen kompletten Scheisstag....

Vor Auswärtsspiel in Cottbus 25.Spieltag


Nach dem beschämenden 2-4 Heimdebakel im Derby gegen die Ponys war in der Woche erstmal "Wundenlecken" angesagt.

Ehrlichgesagt war ich von Sonntag bis Dienstag nicht gewillt mich mit dem Thema FC auch nur gedanklich zu befassen.

Aber nun da es nur noch 28Std und 36min dauert bis das nächste Spiel angepfiffen wird fängt in meinen Eingeweiden, noch ganz minimal aber beständig zunehmend, dieses Kribbeln an....was sich unter Garantie bis morgen Mittag wieder in ein "Delirium Rot-Weiss" steigern wird.

Obwohl die Vorraussetzungen für ein "Fussbalfest" ( mal wieder) sehr schlecht sind.

Cottbus steckt im blanken Existenzkampf und wird kratzen und beissen.
Ich darf überhaupt nicht daran denken was passieren wird wenn der FC diesen nicht konsequent mitführt....

Wozu die Lausitzer vor heimischem Publikum im "Stadion der Freundschaft" in der Lage sein können haben sie mehrfach, auch in jüngerer Vergangenheit, eindrucksvoll bewiesen:
21.2.09 2-1 Sieg gegen Werder
dazu kam noch der überraschende 1-0 Auswärtssieg beim akuten Tabellenführer Hertha.

Die Statistik gegen Energie ist aber recht Eindrucksvoll :-)
Bei 11 Spielen mit 7 Siegen 3 Remis und nur einer Pleite sollte man doch recht zuversichtlich in dieses Spiel gehen! ( Sollte man )

Wir werden sehen....

R.