1:2 gegen Frankfurt
Haie von Fans verhöhnt
Beim 1:2 gegen Frankfurt gibt’s für die Kölner Haie jedenfalls das volle Programm von den eigenen Fans. Sie singen Lieder wie: „Wir sind nur ein Punktelieferant!“ oder „Die Nummer drei am Rhein sind wir!“ Das Team wird als „Sauhaufen“ beschimpft, Mirko Lüdemann auf dem Gang in die Kabine als „Luftpumpe“. Der Verteidiger schüttelt verzweifelt den Kopf - und da sieht man in einigen Fangesichtern das Mitleid aufblitzen.
Es ist wie immer bei den Haien: Erst die Führung, dann geht ihnen die Luft aus und der Gegner kommt zu Toren. So auch gegen Frankfurt.
Nein, das wird keine Saison mehr für die Haie. Stürmer Philip Gogulla: „Ich kann die Fans verstehen, es ist ein Witz, was wir ihnen hier bieten. Aber die Gesänge sind nicht gerade förderlich für unser Selbstvertrauen. Natürlich stirbt die Hoffnung zuletzt, aber realistisch gesehen war es das fast mit den Pre-Playoffs. Aber die Hoffnung stirbt bei uns zuletzt, jetzt müssten wir eigentlich eine Serie starten. Das muss jetzt aber sofort passieren. Vielleicht gewinnen wir ja zehn der letzten 14 Spiele.“
Trainer Rupert Meister ist sogar peinlich berührt von der Vorstellung seiner Jungs: „Die Fans haben sehr viel Geduld in dieser Saison aufgebracht. Da ich jetzt als Vertreter der Mannschaft spreche, sehe ich mich in der Pflicht, mich bei den Fans für diese Leistung zu entschuldigen. Wer mehr kämpft und Zweikämpfe gewinnt, der gewinnt das Spiel. Das war heute Frankfurt.“
Zu allem Überfluss hat sich Kölns bester Torschütze, Christoph Ullmann, kurz vor dem Spiel abmelden müssen. Nach dem Aufwärmen war klar, dass er aufgrund einer Rückenverspannung nicht einsatzfähig war.
Etwas zum Schmunzeln gab es aber doch: Erstmals Pfiff Schiedsrichter Ulpi Sicorschi aus Waldkraiburg ein Spiel in der LANXESS arena. Seine Entscheidungen waren oft genauso lustig und exotisch wie sein Name. Aber das war nur ein schwacher Trost für die zahlenden Zuschauer.
Quelle: Express

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