Freitag, 9. Januar 2009

Wird auch langsam Zeit - Akte Poldi 24874




Köln wartet aufs Poldi-Happy-End

Von THOMAS GASSMANN, ALEX HAUBRICHS, MARKUS KRÜCKEN und LARS WERNER

Köln – Nach seinem grippalen Infekt fuhr Lukas Podolski am Donnerstag in München eine halbe Stunde auf einem Ergometer. Knapp 600 Kilometer nördlich überschlugen sich die Ereignisse.

Am Geißbockheim bastelten FC-Boss Wolfgang Overath, Vize Jürgen Glowacz, Finanzchef Claus Horstmann und Manager Michael Meier unverdrossen an der Rückkehr des FC-Idols. Und es sickerte durch: Der Deal steht vor der Vollendung.

Die Finanzierung steht. Die Bayern kriegen ihre geforderten zehn Millionen Euro. Die Summe soll gestückelt werden, hieß es.

Fünf Millionen in zwei Raten. Kleiner Wermutstropfen: Eine Rückkehr bereits zur Rückrunde scheint ausgeschlossen zu sein. Podolski erklärte engen Freunden, dass die Bayern ihn erst im Sommer abgeben werden.

Und dass er sich über die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge („Köln hat sich bewegt. Ich bin zuversichtlich, dass es klappt“) gefreut hat.

Das Problem: Noch kann die spektakulärste Rückholaktion der Bundesliga-Geschichte nicht bekannt gegeben werden. Man sei ganz nah vor einem Abschluss, heißt es beim FC.

Doch noch müssen die Kölner warten, bis Bayern-Manager Uli Hoeneß aus dem Trainingslager in Dubai zurückkommt. Erst dann, so hieß es am Donnerstag, könnten die letzten Details geklärt werden. Die Bayern kommen Montag nach München zurück.

Am Sonntag, wenn der FC in sein Trainingslager nach Belek in die Türkei reist, wird der Poldi-Deal also wohl weiter in der Schwebe sein.

Was FC-Trainer Christoph Daum gar nicht passt, denn: „Lukas muss den Kopf frei bekommen. Und auch wir wollen unbeschwert unsere Arbeit aufnehmen.“

Das wäre auch im Sinne der Bayern. Denn die wollen einen Spieler, der mit der Entscheidung pro FC unbeschwert und frei aufspielt. „Wir wollen, dass die Sache schnell über die Bühne geht“, sagt Trainer Jürgen Klinsmann.

Die Zahlen stehen. Der 23-Jährige soll einen Vierjahresvertrag beim FC unterzeichnen und mindestens 2,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Damit wäre er der bestverdienende Spieler in der Geschichte des Klubs.

Gut angelegtes Geld, wie ein Experte wie Leverkusens Ex-Manager Reiner Calmund meint. „Das bekommen die Kölner wieder zurückgezahlt, denn Poldi ist ein Spieler mit einer großen Zukunft.“

Die Rückkehr des Kölner Eigengewächses wäre der Ritterschlag für die FC-Bosse um Pokerface Meier.

Quelle: Express

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